Der Schutz von Klima, Natur, Wasser und Wald ist eine zentrale kommunale Aufgabe, denn Klimaschutz beginnt vor Ort. Wir wollen ihn wirksam, realistisch und für die Menschen nachvollziehbar umsetzen. Dafür setzen wir auf klare Strukturen, verbindliche Ziele und eine konsequente Umsetzung.
Ein wichtiger Baustein ist ein professionelles Klimaschutzmanagement in interkommunaler Zusammenarbeit. Gemeinsam mit Nachbarkommunen sollen Ressourcen gebündelt, Fördermittel besser genutzt und Doppelstrukturen vermieden werden. Gleichzeitig übernimmt die Gemeinde eine Vorbildfunktion, insbesondere durch energetisch sinnvolle Sanierungen ihrer eigenen Gebäude. Klimaschutz soll dabei nicht als Zusatzaufgabe verstanden werden, sondern als selbstverständlicher Maßstab kommunalen Handelns. Deshalb sollen künftig alle Beschlüsse der Gemeinde einem Klimacheck unterzogen werden: Jede Investition und jedes größere Projekt wird zusätzlich unter Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsaspekten bewertet.
Grundlage für dieses Vorgehen ist ein kommunales Klimaschutzkonzept, das erstellt und anschließend konsequent umgesetzt wird. Dieses Konzept soll ein verbindliches Ziel festlegen: die Klimaneutralität der Gemeinde bis spätestens 2035.
Ein zentrales Handlungsfeld ist dabei der Ausbau der Photovoltaik. Dieser soll sinnvoll und flächenschonend erfolgen. Vorrang haben Photovoltaikanlagen auf bestehenden Dächern – auf kommunalen, privaten und gewerblichen Gebäuden. Freiflächen-Photovoltaik kommt nur dann in Betracht, wenn eine echte Doppelnutzung gegeben ist, etwa durch Agri-PV. Die Gemeinde selbst geht voran und startet eine Photovoltaik-Offensive auf eigenen Gebäuden. Alle geeigneten Dächer von Rathaus, Feuerwehr, Bürgerhäusern, Kitas und Sporthallen sollen systematisch mit PV-Anlagen ausgestattet werden. Darüber hinaus sollen gemeindliche Dächer auch über Pacht- oder Beteiligungsmodelle für die Nutzung erneuerbarer Energien zur Verfügung stehen.
Beim Umgang mit Wald und Wasser gilt der Grundsatz: schützen statt ausschöpfen. Der Gemeindewald ist keine Einnahmequelle, sondern eine zentrale Lebensgrundlage. Er muss keine Gewinne erwirtschaften. Überschüsse aus der Forstwirtschaft sollen daher in wesentlichem Umfang wieder in den Wald reinvestiert werden. Die Bewirtschaftung konzentriert sich auf die Pflege junger Bestände, den Schutz vor Wildverbiss und die Förderung der Biodiversität, etwa durch den Erhalt von Totholz, die Entwicklung von Feuchtbiotopen und die ökologische Gestaltung von Waldrändern. Ziel ist ein klimaresilienter, artenreicher Mischwald. Ergänzend dazu soll ein nachhaltiges Wasserwirtschaftskonzept entwickelt und umgesetzt werden, um die Ressource Wasser langfristig zu sichern.
Auch außerhalb von Waldflächen will die Gemeinde Natur aktiv gestalten. Dazu gehören die Herstellung, Pflege und Förderung von Streuobstwiesen, Feldrainen und Biotopen ebenso wie die ökologische Aufwertung öffentlicher Flächen. Ökologisch wertvolle Bereiche sollen dauerhaft vor kurzsichtiger Bebauung geschützt werden.
weitere Themen:
- Mobilität – verlässlich im ländlichen Raum
- Kinder, Familien und Bildung stärken
- Jugend ernst nehmen – gemeinsam gestalten
- Wohnen und Ortsentwicklung – maßvoll und gemeinschaftlich
- Leben vor Ort – Ehrenamt und Gemeinschaft stärken
- Sicherheit und Daseinsvorsorge
- Finanzen und Verwaltung – ehrlich und handlungsfähig
- Demokratie, Transparenz und Beteiligung
