Die Grävenwiesbacher Grünen sind zwar nicht ganz zufrieden mit dem Ausgang der Bundestagswahl. Sie haben aber alles gegeben. FOTO: SCHWARZ-CROMM

Grüne Bundestagswahl-Nachlese

In der ersten Mitgliederversammlung des Grünen OV’s Grävenwiesbach nach der BTW’21 resümierte der Vorsitzende Michael Thiele über den engagierten Bundestagswahlkampf, bei dem der Ortsverband großen Einsatz mit Plakatierung, Verteilung von Flyern und 3 Wahlständen gezeigt hat. Im Verhältnis dazu ist das Grävenwiesbacher Grüne Wahlergebnis doch eher enttäuschend. Es gab zwar ein sehr gutes Erststimmenergebnis für unseren Direktkandidaten Christian Tramnitz und einen Stimmenzuwachs (Zweitstimme) von 3% gegenüber der letzten Bundestagswahl, aber dieser Zuwachs ist kleiner als bei den anderen Grünen Ortsverbänden und liegt deutlich unter dem Schnitt auf Kreis-, Landes- und Bundesebene.

Der Haustürwahlkampf wurde als sehr effektiv empfunden, bei den Gesprächen wurde aber auch deutlich, dass die massive Plakatierung nicht zum Umweltgedanken der Grünen passt. Viele Wähler wurden von der Art des Bundeswahlkampfes, der Kanzlerkandidatin und auch dem Bundesprogramm der Grünen abgeschreckt, das zu sehr auf städtische Wähler zugeschnitten ist und die Sorgen des ländlichen Raumes zu wenig berücksichtigt. Vor allem die Drohung eines höheren Spritpreises macht vielen ländlichen Bewohner*innen, die auf Mobilität angewiesen sind, Angst. Trotzdem war der Wahlkampf vor Ort ein sehr wertvolles Erlebnis, der Ortsverband ist dadurch zusammengewachsen und auch auf kommunaler Ebene wurden viele Sympathien gewonnen.

Nach den Berichten aus dem Gemeindevorstand, den Ausschüssen und der Gemeindevertretung wurden die Ergebnisse aus der AG WWL vorgestellt und die Fraktion gebeten, daraus die passenden Anträge zu entwickeln und in die Gemeindevertretung einzubringen.

Es soll ein Antrag auf Erstellung einer parzellenbezogene Pflegesatzung der gemeindlichen Feldränder gestellt werden, um zusammenhängende Saumbiotope für Insekten und Niederwild zu schaffen.

Außerdem soll ein Antrag auf Einblick der Forstbetriebsbücher gestellt werden, um sich ein besseres Bild machen zu können, welche nachhaltigen forstlichen Maßnahmen im Gemeindewald geplant und umgesetzt worden sind. Nach Aussage der Gemeinde werden nur die Rechnungen der HessenForst geprüft, aber keine Maßnahmen vor Ort (z.B. Neupflanzungen) geprüft.

Dazu haben die Mitglieder eine Grünen-interne Waldbegehung geplant, um sich von den Defiziten in der bisherigen Bewirtschaftung ein Bild zu machen und Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden. In einer späteren zweiten Begehung (dann mit den Förstern und der Presse) sollen diese Beispiele dann besprochen werden.

Die nächste WWL AG-Sitzung ist am 03.11. um 18:30 Uhr in der Forsthausstr. 2 in Heinzenberg.

Nach den Herbstferien will sich die AG Soziales konstituieren. Geplant ist derzeit der 28.10. ab 19:00 Uhr, in der Forsthausstr. 2 in Heinzenberg. Da auch bei den Kindergärten von der Gemeinde lediglich die Rechnungen geprüft werden, soll dieses Thema als erstes besprochen werden.

Es wird eine Ortsverbands-Weihnachtsfeier vorgeschlagen. Der Vorstand wird diese Idee prüfen.

Die nächste Mitgliederversammlung ist für den 10.11. um 19:00Uhr geplant, der Ort wird noch bekannt gegeben.